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Qualitätsrahmen als Kernstück verantwortungsvoller Schulautonomie

Qualitätsrahmen als Kernstück verantwortungsvoller Schulautonomie

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Stabsstelle Hochschulmarketing
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Mitte März 2026 fand an der Pädagogischen Hochschule Tirol der mittlerweile 3. QMS-Kongress des Zentrums für Leadership und Schulentwicklung statt. Schulleiter:innen und Qualitätsverantwortliche aus Tiroler Schulen nutzten die Gelegenheit für einen inspirierenden Nachmittag voller Ideen und Impulse.  


Im Zentrum des diesjährigen Kongresses stand das Thema „Der Qualitätsrahmen als Kernstück verantwortungsvoller Schulautonomie“. Mehr Entscheidungsspielräume für Schulen – etwa bei pädagogischen Konzepten, der Personalentwicklung oder der Schulorganisation – eröffnen neue Chancen, bringen jedoch auch eine erhöhte Verantwortung für Qualität, Chancengerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung mit sich. 


Einen eindrucksvollen Einblick in die gelebte Praxis bot die Keynote von Frank Wagner, Schulleiter der Gebrüder Grimm Schule in Hamm (Nordrhein-Westfalen), die 2019 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Wagner schilderte den bemerkenswerten Entwicklungsprozess seiner Schule, die 2007 noch kurz vor der Schließung stand: ein über 120 Jahre altes Schulgebäude, verfestigte Strukturen und herausfordernde Rahmenbedingungen prägten damals den Schulalltag. 
Trotz dieser Ausgangslage gelang es, die Schule zu einer Vorzeigebildungseinrichtung weiterzuentwickeln. Seine zentrale Botschaft: Schulentwicklung entsteht nicht durch fertige Konzepte, sondern durch konsequentes Ausprobieren, Reflektieren und Anpassen – stets mit dem Fokus auf den Nutzen für die Schüler:innen. Schulautonomie wird dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als verantwortungsvoll gestalteter Handlungsspielraum, der sich an Wirkung und klaren Zielen messen lassen muss. 


Der Kongress machte deutlich, dass verantwortungsvolle Schulautonomie ein hohes Maß an Klarheit, gemeinsamer Ausrichtung und konsequenter Qualitätsarbeit erfordert. Im Zentrum stand dabei der Qualitätsrahmen, der Orientierung und Sicherheit durch klare Kriterien bietet und die Schulen dabei unterstützen, ihre Entwicklung strukturiert, zielgerichtet und wirkungsorientiert zu gestalten. So können Handlungsspielräume sinnvoll genutzt und Qualität transparent sowie nachhaltig weiterentwickelt werden. 


Unter dem Motto „Den Rahmen aufbrechen – Nüsse knacken – und die fünf Dimensionen des Qualitätsrahmens entdecken“ setzten sich die Teilnehmenden mit zentralen Fragen der Schul- und Unterrichtsentwicklung auseinander. Dabei stand das kritische Hinterfragen bestehender Strukturen und das Entwickeln konkreter Ansatzpunkte für die eigene Praxis im Mittelpunkt. 
Ergänzend bereicherte eine Expert: innenrunde den Nachmittag: Zentrale Akteur: innen im Qualitätsmanagement von Schulen gaben wertvolle Einblicke in ihre unterschiedlichen Aufgabenfelder und regten zu einem Perspektivenwechsel an. So konnten die Teilnehmenden verschiedene Blickwinkel kennenlernen und konkrete Fragestellungen direkt vertiefen.“

 

Bild entfernt.
Die Keynote hielt Frank Wagner ((c) privat),
Schulleiter der Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm (D). 
Video von der Keynote von Frank Wagner