Vignettenforschung an Tiroler Volksschulen
Was erfahren Schüler:innen an der Schule? Wie antworten sie auf die an sie gestellten Ansprüche? Wie lernen sie? Was unterstützt ihr Lernen, was behindert es?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, haben fünf Forscher:innen und fünf Masterstudierende ab dem Schuljahr 2021/22 Schulbesuche an zehn öffentlichen Volksschulen in Tirol durchgeführt. Insgesamt 20 Kinder wurden in der ersten, zweiten, dritten und vierten Schulstufe mehrere Tage hindurch durch ihren Schulalltag begleitet. Während und nach den Besuchen an der Schule hielten die Forscher:innen ausgewählte Momente in kurzen Szenen, sogenannten Vignetten, fest.
Bei einer Abschlussveranstaltung am 19. Juni 2026 an der PH Tirol wurden Meilensteine des Forschungsprojekts und ausgewählte Ergebnisse vorgestellt. Erfreulicherweise sind auch sechs Masterarbeiten aus dem Projekt entstanden. Eine kleine Ausstellung zeigte Fotos, die Schüler:innen der 4. Klasse von Orten in der Schule gemacht haben, an denen sie gut lernen können.
Den Höhepunkt des Abends bildete die Präsentation der so genannten Vignettenbox. Um im Projekt entstandene Vignetten Dozierenden und Studierenden an der Hochschule, Lehrpersonen und Schulleitungen zugänglich zu machen, werden 40 ausgewählte Vignetten auf DIN-A5-Karten in Holzboxen präsentiert. Die Boxen wurden von der Tiroler Fachberufsschule für Holztechnik angefertigt. Jeder Box ist eine Anleitung für den Einsatz von Vignetten in der Aus- und Fortbildung sowie in der Schul- und Unterrichtsentwicklung beigelegt, in der die Entstehung von Vignetten, Einsatzmöglichkeiten und unterschiedliche Methoden der Lektüre vorgestellt werden.
Die Forschungsgruppe: Gabriele Rathgeb (Leitung), Norbert Waldner, Klaudia Kröll, Martina Thanei, Christiane Heidegger bedankt sich bei allen Unterstützer:innen.