Aus Austausch werden Verbindungen – und aus Verbindungen neue Impulse für Bildung.

Beim Bundeskongress „Ko-Kreation in der Bildung“ an der Pädagogischen Hochschule Tirol kamen am 15. und 16. September 2026 Menschen aus unterschiedlichen Bereichen des Bildungssystems zusammen. Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Lernen gestalten“ entstand ein Raum, um Erfahrungen, Wissen und Initiativen über institutionelle und regionale Grenzen hinweg miteinander zu verbinden.

Perspektiven verbinden, gemeinsam lernen

Barbara Pitzer aus dem Bundesministerium regte mit „Vom bigger picture zum bigger movie“ dazu an, Bildung als Zusammenspiel im gesamten System zu betrachten. Kathia Nocker setzte Impulse zu systemischem Denken und kollektivem Lernen; Markus Haider ging der Frage nach, wie Schulen stärker voneinander lernen und gemeinsam gestalten können.

Am zweiten Kongresstag richtete Andreas Schreier den Blick auf den Wissenstransfer zwischen Bildungswissenschaft, Bildungspolitik und schulischer Praxis. Sein Beitrag zeigte, dass Transfer nicht als lineare Weitergabe von Wissen verstanden werden kann, sondern wechselseitige, kontextsensible und dialogische Prozesse braucht. Unterschiedliche Wissensformen und institutionelle Logiken müssen dabei miteinander in Beziehung gesetzt werden.

In Workshops und Dialogformaten bearbeiteten die Teilgeber:innen unter anderem Themen der Schul- und Organisationsentwicklung, des Qualitätsmanagements, der Communities of Practice und der Zusammenarbeit zwischen Schulen. Dominik Godat und Elfie J. Czerny brachten die BEST©TEAM-Prinzipien als Impuls für gelingende Kooperation ein.

Im Mittelpunkt stand dabei weniger die Suche nach fertigen Antworten als die Frage, was entstehen kann, wenn unterschiedliche Perspektiven miteinander in Beziehung treten.

Ko-Kreation wirkt weiter

Der Abschluss stand unter dem Gedanken „WIR-kung: gemeinsam begreifen, weiterdenken und weiterWIRken“. Der Kongress verstand sich damit ausdrücklich nicht als Abschluss, sondern als Meilenstein eines längerfristigen Entwicklungsprozesses.

Erste AusWIRkungen zeigen sich bereits: Impulse, Verbindungen und Fragestellungen aus dem Kongress werden in weitere Veranstaltungen, Netzwerke und Arbeitszusammenhänge getragen.

Das Zentrum für Leadership und Schulentwicklung der Pädagogischen Hochschule Tirol wird die weitere Vernetzung und Entwicklung der Ko-Kreation auch künftig koordinieren und begleiten.

Gemeinsam Lernen gestalten.